Schwarzbrot des Glaubens

Schwarzbrot des Glaubens

Was bedeuten eigentlich so viele Dinge, mit denen wir im Alltag so „selbstverständlich“ umgehen.

Was bedeuten

Glauben

Segen

Frieden

Gnade

alles Worte, die oft genug aus uns heraus sprudeln?

 

Wir starten mit „Glauben“

Ich glaube, morgen wird es schön!

Ich glaube, das ist richtig so!

Ich glaube, ich habe endlich die Frau fürs Leben gefunden!

Ich glaube, du hast recht!

 

Recht oft und zu recht verwenden wird das Wort Glauben in diesem Kontext –

Glauben im sinne von „Für wahr halten“/meinen.

 

Und es gibt nicht wenige Menschen, die mit dem christlichen Glauben genau das verbinden – „…die wis­sen nichts, die glauben nur!“ so wurde in meiner Kind­heit oft über die Christen geredet, und das hat sich in der Mehrheit der deutschen Bevölkerung auch bis heute nicht geändert.

Gott können sie nicht bewei­sen, also glauben sie an ihn.

 

Damit wird man allerdings dem Wort „Glauben“ auch im Deutschen nicht gerecht.

Das Wort glauben kommt von mittelhochdeutsch gelouben, althochdeutsch gilouben „für lieb halten“, „gutheißen“ und geht mit den verwandten Wörtern Lob und lieb u.a. auf die indogermanische Wurzel *leubh zurück. Der gleichen Wortfamilie gehören aus anderen Sprachen auch das englische believe „glauben”, lat. libet „es beliebt, ist gefällig“, libīdo „Begierde“ und das russische люби́ ть (ljubith) „lieben“ an.

Das indogermanische leubh „begehren, lieb haben, für lieb erklären, gutheißen, loben“ wird verwendet, um eine Grundhaltung des Ver­trauens zu bezeichnen, und das tut auch die Bibel.

im Griechischen, der (Welt­) Sprache der ersten Chris­ten, wird dafür das Wort „pistein“ verwendet – das so viel wie „vertrauen/sich festmachen heißt“ – ich glaube, ich vertraue Gott, mache mich an ihm fest.

Und genau darum geht es im Glauben – da geht es nicht vordergründig darum, ob etwas wahr oder falsch ist, sondern ob ich mein Le­ben einem anderen anzuver­trauen wage, es geht nicht nur darum, „es“ für wahr zu halten, dass es einen Gott überhaupt gibt, sondern darauf zu „vertrauen“, dass er in mein Leben und in das Leben der Gemeinde hineinwirkt.

In der Bibel wird Glauben so beschrieben:

Hebräer 11, 1:

„Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.“